Anstieg der Suizide in Vorarlberg
Am 9. September 2025 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz der aktuelle Suizidbericht der aks Wissenschaft in Zusammenarbeit mit dem aks Verein veröffentlicht. Auf einem hochrangig besetzten Podium mit den Autor:innen Albert Lingg, Isabel Bitriol‑Dittrich und Reinhard Haller sowie Oliver Rohrer und Paul Rubner von aks wurden zentrale Ergebnisse und Handlungsbedarfe präsentiert.
Festgestellte Entwicklung
Der Bericht dokumentiert einen deutlichen Anstieg der Suizidzahlen — u.a. zeigen die Daten für Vorarlberg einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig ist der relative Anstieg bei Frauen, während die Zahlen bei Männern weitgehend stabil blieben.
Vielschichtige Ursachen
Die Studienautor:innen betonen, dass kein einzelner Faktor den Anstieg erklärt. Vielmehr handelt es sich um ein Zusammenspiel gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und psychosozialer Belastungen — darunter Nachwirkungen der Pandemie, ökonomischer Druck, soziale Unsicherheit und psychische Überforderung im Alltag.
Forderungen und Empfehlungen
Aus dem Bericht leiten die Autor:innen konkrete Empfehlungen ab: Notwendig sei ein konsequenter Ausbau von Präventions- und Aufklärungsarbeit, eine bessere Zugänglichkeit psychosozialer Angebote und eine Enttabuisierung psychischer Krisen. Schulen, Gesundheits- und Sozialberufe sollen gestärkt werden — auch um frühzeitig Hilfestellung bieten zu können.
Hier den Suizidbericht 2024 nachlesen.




